Leonie Alves, Ass.jur.

Care-Training für Pflegende, Angehörige und Institutionen

Tabuthema - Gewalt in der Pflege

Die Medien sind voll von Berichten über Gewalt gegenüber pflegebedürftigen Menschen. Diese beginnt schon im Nicht-Beachten und Nicht-Ernstnehmen der Pflegebedürftigen und geht über Drohungen und Einschüchterungen bis hin zur körperlichen Gewalt. Häufig wird beruflicher Stress, Zeitdruck oder die Eigensinnigkeit der Hilfsbedürftigen als Alibi für Gewaltausbrüche ihnen gegenüber vorgeschoben. Die Problematik ist jedoch nicht nur eingleisig: Auch alte und kranke Menschen neigen zu Aggressionen und Gewalt gegenüber dem pflegenden Personal, was sich in Beschimpfungen, andauerndem Schreien, konsequenter Verweigerungshaltung bis hin zu Schlagen äußern kann.

 Sie werden in diesem Seminar erkennen, wie rasch bereits durch kleine Unterlassungen ein Konflikt mit dem Gesetz entstehen kann und der Begriff der Gewalt unausgesprochen im Raum steht. Themenstellungen dieser Fortbildung sind: Die "kleine" Gewalt, die nicht als Gewalt erlebt wird, Grundlagen der Aggression, Ausdrucksformen versteckter Gewalt, Rollenkonflikte - Wertekonflikte, Wertekonflikte als Aggressionsverstärker, Helfersyndrom - Perfektionismus, psychosoziale Belastungen in der Pflege, Erlernen eines konstruktiven Umgangs mit Aggressionen und Gewalt.